Windows Vista schneller machen - Vista benutzbar machen
(Effektivität der Maßnahmen in absteigender Reihenfolge)
Falls Ihr PC oder Laptop nur 512 MB installiert hat, ist die erste empfohlene Maßnahme mehr Ram zu installieren. Dies beschleunigt den Start von Vista, beschleunigt die Ausführung von Programmen unter Vista und beschleunigt das Herunterfahren, also kurz gesagt, die gesamte Handhabung. 512 MB ist ganz einfach zu wenig Speicher für Vista. Es war ausreichend für XP und da eine Speicheraufrüstung heute günstiger ist, als nachträglich XP zu installieren, sollte man diesen Weg gehen. Mehr Ram zu installieren hat dagegen nicht denselben Effekt wie der Wechsel von 512MB zu 1 Gb. Sollten Sie jedoch speicherintensive Anwendungen, wie Video-Edit und dergl. vorhaben, lohnt sich auch dies. Übrigens: vor Kauf der Rams lohnt ein kurzer Blick in Ihr Laptop-Handbuch oder das Mainboard-Manual: nicht alle Ramgrößen/Ramkombinationen werden von allen Laptops/Mainboards unterstützt!
Falls Sie einen schnellen USB-Stick mit mindestens 1GB Ihr eigen nenen, können Sie Readyboost benutzen. In Explorer rechts auf das USB-Stick-Laufwerk klicken und Sie erhalten den Laufwerk-Eigenschaften-Dialog. Klicken Sie den Tab Readyboost an und hier auf 'dieses Laufwerk benutzen'. Setzen Sie den dafür verwendeten Speicher möglichst hoch. Späteres abschalten von Readyboost ebenso in diesem Dialog durch 'Readyboost abschalten'.
Superfetch ausschalten: Mit Regedit gehen Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE > SYSTEM > CurrentControlSet > Control >Session Manager > Memory Management > PrefetchParameters. Im rechten Fenster auf EnableSuperFetch klicken. Im DWORD-Dialog unter Wert eine '2' eintragen. Windows neu starten. Starten sollte jetzt schneller sein. Alternativ können Sie Superfetch in den Diensten ausschalten: Klicken Sie doppelt auf “Superfetch”, und wählen Sie aus der Liste “Starttyp” den Eintrag “Deaktiviert”. Schließen Sie die Fenster mit OK. Superfetch abschalten bringt oft mehr als Dienste ausschalten und ist in keinster Weise riskant.
Aero mit Batch-Dateien einschalten/ausschalten. Anstelle Aero permanent durch Abschalten der Dienste auszuschalten - wie auf vielen anderen Seiten zu diesem Thema empfohlen - ist es günstiger Aero wahlweise einzuschalten oder abzuschalten. Von Hand können Sie in der Kommandozeile eingeben 'net stop uxsms' um Aero zu stoppen oder 'net start uxsms' um Aero zu starten. Alternativ setzen Sie diese kurzen Kommandos in Batch-Dateien, verlinken diese auf dem Desktop und können Aero einfach durch anklicken starten und stoppen.
Die auf vielen Internetseiten empfohlene Abschaltung von Diensten ist keine gute Idee. Erstens verbrauchen Dienste nur minimal Speicherplatz, zweitens sind sie meist so gut programmiert, dass sie minimal Cpu-Zeit beanspruchen und drittens kann eine spätere Nutzung bestimmter Betriebssystemeigenschaften diese möglicherweise voraussetzen. Der Anwender hat bis dahin meist seine Änderung komplett vergessen und wundert sich dann, wieso bestimmte Dinge nicht funktionieren. Etwas weiter unten finden Sie eine Liste von Vista Diensten. Einige von diesen können Sie stoppen/abschalten oder 'manueller start' wählen. Manche - hier nicht genannte - Dienste abzuschalten kann aber sogar zentrale Betriebssystemeigenschaften gefährden und kann daher sehr gefährlich sein. Auch bestehen Interdependenzen zwischen einigen Diensten. Falls der Speicher wirklich so eng sein sollte, gewinnt man durch Abschalten von Prefetch meist mehr.
Im Explorer auf einem Laufwerk rechts klicken. Sie erhalten den Laufwerk-Eigenschaften-Dialog. Auf Regeln klicken. 'Leistung optimieren' anklicken und dann 'Leistung verbessern'.
Indizierung abschalten (beinträchtigt Suchfunktion) : Explorer öffnen, Rechtsklick auf Laufwerk (C,D,E...) ,Eigenschaften, Häkchen bei “Laufwerk für schnelle Suche indizieren” entfernen. Die Indizierung trägt viel zur Festplattenaktivität bei und kann insofern bei langsamen Laufwerken (Laptops) einiges zur Performancesteigerung beitragen.
In der Kommandozeile msconfig.exe starten. Den Autostart-Tab wählen. Jedes einzelne der hier gelisteten Programme intensiv im Internet recherchieren und alles eleminieren was nicht gebraucht wird.(Falls Sie mehr Zeit investieren wollen: einen etwas besseren Autostart-Analysierer herunterladen und dann diesen Punkt wiederholen.)
Von Zeit zu Zeit die Laufwerke manuell defragmentieren. Dies hat zwar längst nicht mehr die Bedeutung, die die Defragmentierung früher hatte, im 1/2 bis 1 Jahresabstand kann sie sich jedoch lohnen.
Windows-Dienste, die automatisch bei Start von Windows gestartet werden, aber nicht unbedingt benötigt werden. Manche Dienste können Sie abschalten, beachten Sie jedoch die folgenden Hinweise. Im allgemeinen ist jedoch die Abschaltung von Diensten keine gute Idee. Erstens verbrauchen Dienste nur minimal Speicherplatz, zweitens sind sie meist so gut programmiert, dass sie minimal Cpu-Zeit beanspruchen und drittens kann eine spätere Nutzung bestimmter Betriebssystemeigenschaften diese möglicherweise voraussetzen. Der Anwender hat bis dahin meist seine Änderung komplett vergessen und wundert sich dann, wieso bestimmte Dinge nicht funktionieren. Reihenfolge in der Anwendbarkeit bei der Mehrzahl der Nutzer.
Im Feld Starttyp stehen vier verschiedene Startvarianten zur Verfügung: Automatisch (Verzögerter Start): Der Dienst startet automatisch bei jedem Windows-Start, allerdings zeitlich verzögert oder erst dann, wenn der Dienst tatsächlich benötigt wird. Automatisch: Der Dienst startet automatisch bei jedem Windows-Start. Manuell: Der Dienst startet erst, wenn er benötigt wird. Deaktiviert: Der Dienst ist deaktiviert und kann vom System nicht selbst gestartet werden. Ein Start über die Systemsteuerung und die Schaltfläche Starten ist aber jederzeit möglich. Allerdings ist zu beachten, dass es untereinander Abhängigkeiten bei manchen Diensten gibt.
Windows-Fehlerberichterstattung:
Sammelt beim Absturz eines Programms Systeminformationen, die auf Nachfrage an Microsoft gesendet werden.
Standardeinstellung: Automatisch. Dieser Dienst kann deaktiviert werden, da er Ihnen nichts nützt. Nach einem Fehler können Sie schneller mit Windows weiterarbeiten.
Telefonie:
Stellt Telefoniefunktionen, aber auch den Internetzugang per Modem oder ISDN zur Verfügung. Da heute meist DSL genutzt wird, abschaltbar. Siehe auch Fax-Dienst.
Standardeinstellung: Automatisch. Falls Sie per Modem oder per ISDN ins Internet gehen, sollten Sie den Dienst aktiviert lassen. Haben Sie kein Modem, keine ISDN-Karte und kein Telefon am PC angeschlossen, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
Anwendungserfahrung:
Sitzungs-Manager für Desktopfenster-Manager
Wird benötigt für die Aero-Oberfläche von Windows Vista.
Standardeinstellung: Automatisch. Wenn Sie die Aero-Oberfläche nicht nutzen, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
IP-Hilfsdienst:
Wird nur für Netzwerke mit IPv6-Adressen benötigt.
Standardeinstellung: Automatisch. Wenn Sie in Ihrem Netzwerk nur IPv4-Adressen verwenden, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
Sekundäre Anmeldung:
Wird benötigt, wenn mehrere Benutzerkonten verwendet werden sollen.
Standardeinstellung: Automatisch. Wenn nur ein Benutzerkonto genutzt wird, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
Tablet-PC-Eingabedienst:
Ermöglicht die Eingabe über Tablet-PC-Funktionen wie Stifteingabe.
Standardeinstellung: Automatisch. Wenn Sie den Computer nicht auf einem Tablet PC nutzen, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
Windows-Suche:
Indiziert im Hintergrund Dateien, um mit der Windows-Suchfunktion Dateien und Dokumente schneller zu finden. Siehe Erkäuterung oben.
Standardeinstellung: Automatisch. Wenn Sie die Windows Suche nicht nutzen oder statt der Windows-Suche eine andere Desktop-Suchmaschine nutzen, sollten Sie diesen Dienst deaktivieren. Er trägt viel zur Festplattenaktivität bei.